Wetter ? Wie steht es mit Langzeitpronossen ?
Wetterprognosen- Wetterregeln – Gärtner-und Bauernregeln
Dieses Jahr wird der Winter sehr kalt. Woher wissen Sie das?- Die Zugvögel sind schon früh weggezogen – Hat einer im Fernsehen gesagt- Die Hamster haben sich ganz tief vergraben- dieses Jahr war Schaltjahr- Hat der hundertjährige Kalender geschrieben- und noch viele Antworten kann man im Gespräch über das Wetter erfahren.
Tatsache ist es , das selbst mit den heute zur Verfügung stehenden Mittel, keine Langzeitprognosen (länger als eine Woche) gemacht werden können , die eine viel höhere Wahrscheinlichkeit aufwesen können als es eine reine Raterei aufweisen würden. Bei den Prognosen über das Wetter in 14 Tagen oder sogar einem Monat und mehr versagt Kachelmann und Co. oder hat die gleiche Wahrscheinlichkeit wie es unsere Bauernregeln aufweisen.
Doch liegt unseren bekannten Bauernregeln auch viel wissenschaftlich nachweisbares Wettergrundwissen zugrunde, das auch in moderne Wettervorhersagen seinen Niederschlag findet. Mein älterer Gärtnerkollege Siegfried Hauberhauffe, der auch mein Biene-Vater war, beobachtete bereits in der dritten Generation in seiner Wetterstadion in Wiesbaden den Wetterverlauf. Er hielt sehr viel von Bauernregeln verwies aber immer darauf das sie regional verschieden waren und abhängig von den in Mitteleuropa vorherrschenden Großwetterlagen. Tatsache ist es, und dies ist auch unsere gemeinsames gärtnerisches Grundwissen, das es in Mitteleuropa einen, je nach Jahr verschieden stark ausgeprägten, ansonsten aber immer gleichen Wetterverlauf gibt , der von den Bauernregeln beschrieben wird. In groben Zügen kann man es wie folgt beschreiben:
Mehr oder minder unbewußt ist es uns, das etwa / spätestens Mitte März wärmere Temperaturen sich einstellen. (Hierauf arbeitet der Gärtner/ Bauer hin,- Im Märzen der Bauer, die Röslein anspannt- in machen Jahren auch früher oder auch nicht - Wenn der Dachs am 2. Februar seinen Schatten sieht, kommt der Winter zurück-).
Mit diesem Temperaturanstieg steigt auch die Bodentemperatur, das Wurzelwachstum der Pflanzen setzt ein, und bereitet sich auf den Austrieb der Pflanzen ein. Bei Eintreten von noch höheren Temperaturen fangen die Pflanzen mit dem Triebwachstum an (Der Mai ist gekommen die Bäume schlagen aus).
Dieser Austrieb wird etwa Anfang Juni abgebremst. Es setzt eine Periode kühlerer Temperaturen ein. (Hierdurch werden bei den Bäumen die sog. Jahresringe gebildet).Da in dieser Zeit die Schafe geschoren wurden, und diese nun ohne Wolle bei diesem kalten Wetter auch froren, nennt man diesen Zeitraum „ Schafskälte“.
Etwa Mitte Juni, bzw. nach dem katholischen Kalender um Johanni. (17.Juni) setzt erneut eine wärmere Periode ein. Die Pflanzen beginnen nun mit einem erneuten Zuwachs, dem sog. Johannitrieb.
Anfang Juli kann eine Periode mit vielen Niederschlägen einsetzen (Sommermonsum)( wenn es am Siebenschläfertag regnet, regnet es 7 Wochen lang).
Ab September, meist unsere trockenster Monat, bereitet sich der Wetterverlauf wieder auf den Winter vor. Neben Perioden mit hohen Temperaturen( Spätsommer, Altweibersommer) treten bereits kältere Temperaturen auf( Frühherbst, Spätherbst).
Im Übergang November/ Dezember kommt es temperaturmäßige bereits zum Wintereinbruch. Allerdings setzt etwa an Weihnachten eine Periode mit warmen Temperaturen ein (Weihnachsttauwetter).
Diese sich immer wider abwechselten Wetterperioden treten je nach Großwetterlagen in verschiedenen Jahren unterschiedlich stark auf. Auch der Zeitpunkt ihres Auftretens verschiebt sich je nach Großwetterlage. Das Wissen um die auftretendeten Wetterperioden benutzte mein Kollege Siegfried Haberhauffe zusammen mit seinen täglichen Wetterbeobachtungen zu seinen fast schon berühmten Wettervoraussagen.
In der untenstehenden Grafik wird das Auftreten der Wetterperioden bei den unterschiedlichen Großwetterlagen dargestellt. Diese Grafik hatte mir Siegried Haberhauffe an die Hand gegeben um seine Vorhersagen nachzuvollziehen.
z. B. wurde er meist vor Weihnachten gefragt ob es weiße Weihnachten in Wiesbaden gäbe.
Ihm war bewusst dass wir in Wiesbaden in 97% aller Weihnachten, Grüne Weihnachten bei herrschendem Weihnachtstauwetter haben.
Nur wenn die vorherrschende Großwetterlage(3)Tiefs über Polen, Skandinavien, oder Oberitalien vorherrschten hatten wir eine realistische Chance auf „ Weiße Weihnachten“, denn das Weihnachtstauwetter verschiebt sich auf Ende des Monats. Bei einer anderen Großwetterlage war die Chance auf Weiße Weihnacht fast Null (nur die Hoffnung auf ein wenig ausgeprägtes Weihnachtstauwetter blieb).
Ich habe auf dies Weise jahrelang das Wetter verfolgt und war in vielen Jahren immer angetan mit welcher Regelmäßigkeit sich bestimmte Perioden einstellten. Nur in wenigen Jahren waren die Perioden zu schwach um sie festzustellen.
Auf jeden Fall hat sich mein Verständnis für Wetterabläufe enorm vergrößert. Aus diesem Grund möchte ich diese Grafik, jetzt weitergeben.
Probiert es auch einmal und seit euer eigener Wetterprophet
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